Organische Dysphonie

 

Zu Beeinträchtigung der Stimme kommt es auch bei organischen Veränderungen an den Stimmlippen, wie z.B.


  1. Aufzählungszeichen Laryngitis (Kehlkopfentzündung)


  1. Aufzählungszeichen Stimmlippenpolypen und Zysten


  1. Aufzählungszeichen Reinke-Ödem


  1. Aufzählungszeichen Stimmlippenhyperplasien


  1. Aufzählungszeichen Kehlkopftumoren


  1. Aufzählungszeichen Verletzungen des Kehlkopfes


  1. Aufzählungszeichen Missbildung der Stimmlippen


Diese Veränderungen bedürfen primär ärztlicher Versorgung. Ergänzend wird eine logopädische Behandlung durchgeführt, in der neben der Erarbeitung einer ökonomischen Stimmführung besonders die Schwingungsfähigkeit der Stimmlippen und der Stimmlippenschluss verbessert werden sollen.



Spasmodische Dysphonie


Die spasmodische Dysphonie ist eine neurologische Erkrankung und gehört zum Formenkreis der Dystonien. Dabei kommt es zu starken Spasmen der Muskulatur im Kehlkopfbereich. Die genaue Ursache ist bisher unbekannt. Die Behandlung erfolgt primär durch den Arzt, ggf. kann eine logopädische Therapie begleitend erfolgen. Eine dauerhafte Heilung dieser seltenen, schweren Form der Stimmstörung gibt es bisher nicht. Injektionen mit Botulinumtoxin bewirken eine Unterbrechung der unkontrollierten Muskelaktivität und damit eine Verbesserung der Stimmfunktion. Allerdings hält die Wirkung der Injektionen nur begrenz an, so dass die Behandlung meist nach einigen Monaten wiederholt werden muss.


Bei der spasmodischen Dysphonie vom Adduktor Typ (Stimmlippen werden zusammengepresst) klingt die Stimme extrem gepresst und knarrend, mit häufigen Stimmabbrüchen, scheppernden und gequetschten Lauten bis hin zu völligem Stimmverlust. Das Sprechen wird von den Betroffenen als äußerst anstrengend empfunden, die Muskeln im Halsbereich sind sichtbar angespannt.


Bei der spasmodischen Dysphonie vom Abduktor Typ (Stimmlippen werden auseinander gezogen) klingt die Stimme flüsternd und verhaucht.



Stimmstörung infolge Lähmung der Kehlkopfnerven


Stimmlippenlähmungen können infolge von degenerativen Erkrankungen, Schädel-verletzungen, Tumoren, viralen Infektionen und Operationen entstehen. Dabei können die die Stimmlippe versorgenden Nerven je nach Ort der Schädigung unterschiedliche Formen der Stimmbandlähmung verursachen. Die Lähmung kann ein oder auch beide Stimmbänder betreffen.


Der Stimmklang kann von leicht heiser bis aphon (stimmlos) variieren. Teilweise leiden die Patienten unter Atemnot, besonders bei körperlicher Anstrengung.



Logopädische Behandlung


Ziel der logopädischen Behandlung ist es, ein Anlegen der beweglichen Stimmlippe an die gelähmte Stimmlippe und damit einen Stimmlippenschluss zu erreichen. Hierzu werden Kräftigungsübungen für die Stimmlippenmuskeln durchgeführt, unter Umständen ergänzt durch eine Elektrotherapie, um die Rückbildung der gelähmten Muskulatur zu verhindern. Zusätzlich werden die Atem- und Stimmfunktionen optimiert, um eine gute Schwingungsfähigkeit des verbleibenden gesunden Stimmbandes zu erreichen.


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